Archiv für März 2016

Tetris 26.03. stattpark OLGA Tetris

es ist wieder so weit, tetris runde 4.
wir freun uns euch einladen zu können, am 26.3.2016 im schlachthofviertel tumblingerstr. 62 ecke ruppertstr.
auf die sagenumwobene allseitz beliebte in vergessenheit geratene
party des jahrtausends , bausteine sind treibstoff, !das tetris

gewohnte copy paste variante. ,,,,doch .,, alles anders.

durch licht ,lärm , raum, mittgerissen von wagen zu wagen,und in den hof, feuertonne vorbei, achtung, schaukel, ausweichen, unter dem ding kriechen, zur hintertüre wieder rein, an die bar, dunkelhell, laufende tuba, die bänd lacht, der plattenteller kracht, , und endlich wieder luft,
4 uhr zappenduster

Die Bausteine seid ihr, die Bands, die Djs und die Trucks. Zusammen erreichen wir das näxte Level!

mit dikloud, brettern, ingrid, expressbrasband, sandra, franz,….,[ ], tetrissiebdruckmaschiene

Vokü Berta Caceres

OLGA VOKÜ am Donnerstag, 10. März, 20:00 Uhr

Berta Caceres

ermordet wegen ihres Widerstands gegen ein Projekt mit Beteiligung von Siemens

Filme und Infos

Berta Siemens

In der Nacht auf Donnerstag 3.3. wurde die Koordinatorin des Rates der Indigenen von Honduras (COPINH), Berta Cáceres, in ihrem Haus ermordet. Berta Cáceres war eine engagierte politische Aktivistin, Feministin, Antirassistin, Antikapitalistin und Umweltschützerin. Unter anderem aufgrund ihres unermüdlichen Einsatzes gegen den Bau des Staudamms von Agua Zarca war sie und ihre Familie immer wieder Morddrohungen ausgesetzt. An dem Projekt beteiligt sind unter anderem die deutschen Firmen Voith-Hydro und Siemens.

Trotz mehrfacher Aufforderungen an Siemens, die Entscheidung der Lenca-Indigenen gegen den Staudamm zu respektieren und aus dem Projekt auszusteigen, hat Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender, persönlich die Beteiligung von Siemens verteidigt. Auf Kritik wegen der Menschenrechtsverletzungen, Repression und Morde um das Projekt Agua Zarca, etwa bei den Aktionärshauptversammlungen der letzten drei Jahre, wurde geantwortet, das Projekt entspreche den Standards von Siemens. Hätte Siemens sich aus dem Projekt zurückgezogen, wäre unsere Genossin und Freundin Berta vielleicht noch am Leben.

Bei OLGAS letzter Winter-Vokü der Saison zeigen wir zwei Filmbeiträge über Berta Caceres und ihre Organisation COPINH und den Kampf der Lenca-Indigenas gegen den Staudamm Agua Zarca. Wir haben zwei Leute vom Öku-Büro München eingeladen, die die Hintergründe dieses Mordes und die Verstrickung deutscher Firmen darin näher beleuchten werden. Es wird auch darum gehen, welche Aktionen internationaler Solidarität jetzt nötig sind.

Schöne Grüße und bis bald,

die OLGAs

Berta Caceres ermordet – Solidarität mit Indigenen-Organisation COPINH, Honduras

OLGA_Berta_Caceres

Stattpark OLGA: Wir verurteilen die Ermordung der honduranischen Aktivistin und Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres

Wir sind bestürzt über den Tod von Berta Cáceres, Koordinatorin der honduranischen Indigenen-Organisation COPINH (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras), die am Freitag früh in ihrem Wohnhaus in La Esperanza, Intibucá, Honduras, ermordet wurde.

Berta Cáceres war ihr ganzes Leben aktiv in der Verteidigung territorialer und kultureller Rechte der indigenen, Garifuna- und bäuerlichen Bevölkerung von Honduras. Sie war landesweit und auf internationaler Ebene anerkannt als politische Aktivistin und Menschenrechtsverteidigerin. Sie spielte eine zentrale Rolle in der Bewegung gegen den Putsch 2009 und trat für Forderungen ein, die weit über den Schutz der indigenen Rechte hinaus gingen. Sie stand für eine antikoloniale, antikapitalistische, antirassistische, antipatriarchale Perspektive und den Respekt vor der Natur.

In den letzten Jahren war Berta von Belästigungen, Verfolgung, Einschüchterung, Stigmatisierung und Kriminalisierung betroffen – sowohl durch staatliche als auch durch nicht-staatliche Akteure. Geschuldet war das ihren Aktivitäten für die Verteidigung der Menschenrechte in einem Kontext, wo indigene Gemeinden sich Wasserkraft- und Bergbauprojekten auf ihren kollektiven Ländereien widersetzen, zu denen im Vorfeld keine freie und informierte Konsultation durchgeführt wurde und denen sie auch nicht zugestimmt haben.
Berta kämpfte besonders für die Zurückgewinnung der Ländereien der Lenca in Río Blanco, Intibucá, die durch den Bau des Agua Zarca-Staudamms, gefährdet waren. Den Bau führte das honduranische Unternehmen DESA mit internationaler Unterstützung durch, darunter Turbinen von Siemens-Voith Hydro aus Deutschland.

Die Interamerikanische Menschenrechtskommission hatte seit 2009 Schutzmaßnahmen für Berta Cáceres angeordnet. Die Behörden kamen diesen Anordnungen nicht nach und setzten Berta somit einer großen Gefahr aus.

Anlässlich dieses tragischen Verbrechens, das die Menschlichkeit erschüttert:

Wir solidarisieren uns mit Bertas Familie, mit den Lenca und den Aktivist_innen von COPINH und mit allen sozialen Organisationen in Honduras, die heute in Trauer sind.

Wir verurteilen den Mord an Berta und wir fordern die honduranischen Autoritäten auf, eine internationale Kommission zu berufen, um die Täter und die Verantwortlichen zu ermitteln, juristisch zur Verantwortung zu ziehen und zu bestrafen. Wir trauen den honduranischen Behörden die Ermittlung der ideellen Täter nicht zu, da sich in der Vergangenheit ihre Befangenheit deutlich gezeigt hat.
Weiterhin fordern wir sie auf, angemessene Maßnahmen der Wiedergutmachung durchzuführen, dazu gehört die öffentliche Würdigung des Gedenkens an Berta.

Wir solidarisieren uns mit den Forderungen von COPINH und fordern die Einstellung des Staudammprojekts von Agua Zarca.

München, 6.3.2016

Stattpark OLGA