Archiv für Juli 2012

VoKü mit Politischer Streetart aus Mexiko 02.08 Bicimaquinas (Fahrrad- Maschinen) Workshop 08.-13.08

Stattpark O.L.G.A.’s O-a-chaka woxen [o.a‘cha.ka wo‘hen] vom Öku-Büro vom 2.8 bis 13.8.

Livepainting, Filme, Bicimaquinas (Fahrrad- Maschinen) Workshop, Austellung, Vorträge mit Guerrilla art und CACITA aus Mexiko.

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02.08 Politische Streetart aus Mexiko

In den Aufständen von 2006 in Oaxaca, Mexiko, entwickelte sich Kunst auf der Straße zum Sprachrohr des Protests. Einer der Künstler, der den vielen ungehörten Stimmen ein buntes Gesicht gab, ist Yescka. Mit anderen Künstlern aus seinem Kollektiv ASARO erobert er bis heute immer wieder den öffentlichen Raum und hinterlässt durch seine Graffitis und Stencils eine provokante Spur. Für ihn ist Kunst nicht ein Gegenstand der puren Kontemplation sondern ein Werkzeug, um soziale und politische Missstände
zu reflektieren. 2012 kommt Yescka nach Europa, um seine Perspektive auf die Situation in dem von Korruption und Drogenkrieg zerrissenen Land zu zeigen.

Am 02.08. ist die Dokumentation „guerilla-art.mx“ im Stattpark Olga zu sehen. Darin wird beleuchtet, wie Yescka mit seinem Kollektiv ASARO in Oaxaca arbeitet und die Kunst in ein Ausdrucksmittel des Widerstands verwandelt.
Der Film gibt einen Einblick in den Entstehungskontext der „guerilla-art“ und verfolgt die Geschichte ASARO’s zurück bis zu seinen Anfängen im Jahr 2006.

Hier der Link zum Trailer:
http://guerilla-art.mx/dokumentation/

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08.08 bis 13.08 Bicimaquinas (Fahrradmaschinen) Workshop und Fotoaustellung

C.A.C.I.T.A – Autonomes Zentrum für die interkulturelle Herstellung sachgerechter Technologien engagiert sich mittlerweile seit acht Jahren in den Bereichen Biokonstruktionen, Fahrradmaschinen und Workshops zum
nachhaltigen Umgang wie z.B. mit Wasser und Müll.

Das Kollektiv arbeitet sowohl in seinem Stadtteil San Paolo Etna in Oaxaca / Mexiko als auch in Gemeinden verschiedener Bundesstaaten.

Im Rahmen einer dreimonatigen Rundreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sie auf verschiedene Weise ihre Arbeit vorstellen. Eine Infoveranstaltung und eine Fotoausstellung geben Einblicke in den Alltag
und die vielseitigen Projekte von CACITA. Im einem dreitägigen Workshop wird gemeinsam ein Fahrradmixer gebaut, um auf praktische Weise zu lernen, wie man im Alltag auch mal ohne Strom auskommen

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Infos:
www.oeku-buero.de
www.guerilla-art.mx

Kontakt: mex@oeku-buero.de

wir haben beides

country- und westernabend auf olga

es gibt

cowboy hüte
musikalische unterhaltung mit den good old boys
bbq burger

los gehts ab 20 uhr

VOKÜ 12.07 – 20h – mit LiveBand und Honduras Dokufilm & Diskussion

20:00 Veganes Sushi und
20:00 Live Musik: MoFlo aus München
„Moflow“… E-Gitarre trifft Beatbox… Ein echter „alter Hase“ trifft einen echten „jungen Wilden“. :-)
21:00 Film und Diskussion:
„En mis tacones“ – „Auf meinen Highheels“

Über das Leben Transsexueller in Honduras

12.07.2012

Wagenplatz Stattpark OLGA
Aschauer Str. 34
S/U-Bahn Giesinger Bahnhof

Film und Diskussion:
„En mis tacones“ – „Auf meinen Highheels“

»Innerhalb der Widerstandsbewegung, die ja nun auch aus Menschen
besteht, die in Honduras in einer machistischen, trans- und
homophoben Gesellschaft aufgewachsen sind, werden Homosexuelle und
Transpersonen heute als politische Subjekte wahrgenommen. Es
herrscht ein unglaublicher Respekt.« erzählt der Filmemacher und
LGBT-Aktivist Fernando Reyes. »Früher gab es diese Freiräume nicht,
da wurden nur Schwule und Transsexuelle akzeptiert, die sich im
Kampf gegen AIDS engagierten, man nahm die Kondome an, die sie
verteilten, und das war es.«

Gemeinsam mit seiner Kollegin Lili Andrea Nuñez hat Fernando Reyes
einen Dokumentarfilm über die transsexuelle Lebensrealität in
Honduras nach dem Putsch im Jahr 2009 gedreht. Die 30-minütige
Dokumentation zeigt die Situation von Transsexuellen in Honduras,
ihren Alltag zwischen Diskriminierung und eigener
Identitätsfindung, Sexarbeit als Überlebensstrategie, schließlich:
die zahlreichen Morde an Mitgliedern der Community. Als wichtiger
Teil des Widerstands gegen den Putsch ist die LGBT-Bewegung von der
repressiven Situation in Honduras besonders betroffen: In der
zunehmend militarisierten Gesellschaft werden Lesben, Schwule, Bi-
und Transsexuelle immer häufiger zu Opfern der Staatsgewalt. Seit
dem Putsch im Juni 2009 sind 75 Morde an Transpersonen gemeldet
worden. Viele dieser Morde gehen auf das Konto von Polizisten und
Militärs.

Fernando wird nach dem Film für Fragen zur Situation zur Widerstandsbewegung in Honduras und zum Kampf für die Akzeptanz von sexueller Diversität zur Verfügung stehen.
Dazu gibt es vegetarisches (!) Sushi und eine Fotoausstellung über die Widerstandsbewegung gegen den Putsch in Honduras.

Eine Veranstaltung von:
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.
und
Stattpark OLGA